Nazis from Outer Space

Wenn ein NPD-Abgeordneter im Sächsischen Landtag Israel als Schurkenstaat und Gefahr für den Weltfrieden darstellt und behauptet, Israel führe die USA am Nasenring durch die weltpolitische Arena, rümpfen die Abgeordneten der demokratischen Parteien pikiert die Nase, wenn Günter Grass, Peter Sloterdijk, Jakob Augstein oder andere Multiplikatoren ähnliches äußern, applaudieren viele begeistert. Wenn in einem Polizeikalender Migranten als kriminelle Affen dargestellt werden, ist zu lesen, das sei nicht rassistisch, weil es nicht rassistisch gemeint sei. Wenn die NPD Wahlplakate veröffentlicht, auf denen Migranten als rassistische Karikaturen dargestellt werden, ist die Öffentlichkeit empört.
publikative.org

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small sorrows, great songs



small sorrows, great songs. from bubi zitrone on 8tracks.

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M31

M31 Movie – european day of action against capitalism from M31 Moviecrew on Vimeo.

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buttersafe.com

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»Die Gedanken sind frei«

In einem sehr guten Artikel in der aktuellen Jungle World entlarvt Ferdinand Muggenthaler den Schamanismus derjenigen Hirnforscher_innen, die von sich behaupten, »Gedanken lesen zu können«.

Das Vorgehen ist vergleichbar mit dem eines Soziologen, der aus 100 Metern Entfernung jede Stunde ein Foto eines Hochhauses macht und dann aus dem An- und Ausgehen der Lichter hinter den Fenstern etwas über die Lebensgewohnheiten der Bewohnerinnen und Bewohner herausfinden will.

Die Unverhältnismäßigkeit der Aufregung zeigt vor allem, wie leicht das Feuilleton auf seine eigenen Sci-Fi-Ängste anspringt, und das bloß angesichts einiger großmäuliger Forschergruppen. Gleichzeitig nährt eine realistische Betrachtung der Forschungsergebnisse durchaus die Hoffnung darauf, mit naturwissenschaftlichen Methoden etwas über unser Denken herauszufinden. Es müssten sich schon einige hundert Jahre Philosophie geirrt haben, wenn damit die Freiheit des Denkens widerlegt werden sollte. Bis dahin kann es nur heißen, die Schamanen von den Entdeckern differenzieren zu lernen.

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Der Sumpf

Im Blog vom Grossen Thier kann man sich umfassend darüber informieren, wie dummdreist und anti-emanzipatorisch deutsche Zustände noch von den Fürsprechern der Flüchtlinge multipliziert werden.

Die Flüchtlinge, so wollen es ihre wohlmeinenden guten Freunde, sollen sich nur dann zu Wort melden, wenn sie sich qua Flüchtling zu Wort melden, wenn ihr „anliegen“ dem entspricht, was ihre „ehrenamtlichen Betreuer“ für richtig halten, wenn sie untereinander völlig einig sind, das heisst ganz und gar reduziert sind auf ihren Status als Asylbewerber, blosses Objekt der „Betreuung“, untereinander nie uneins, da ohnehin keine Verschiedenheit zwischen ihnen stattfinden soll. Dass so gedacht wird, darf niemanden wundern, es ist die blosse Verlängerung der Logik des deutschen Asylrechts, oder was man wohl Asylrecht nennt. Aber diesmal sind sie hoffentlich einmal an die falschen geraten.

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»Ich habe keine Kraft mehr.«

Sie sind 1959 nach Deutschland gegangen. Würden Sie rückblickend sagen, dass dieser Entschluss richtig war?
Am liebsten wären wir nach dem Krieg in die Schweiz übergesiedelt. Aber wir hatten damals kein Geld, man hätte uns dort nicht aufgenommen. Ob es richtig war, nach Deutschland zu gehen und nicht etwa nach Israel oder in die USA? Darüber möchte ich hier und heute nicht sprechen. Ich habe keine Kraft mehr. Haben Sie Nachsicht mit mir. Ich bin ein alter Mann. Adieu.
—Marcel Reich-Ranicki

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Appeasement

»Die USA haben die rote Linie überschritten«, titelt Carsten Luther auf Zeit Online und man fragt sich, wo dieser Mensch überall rote Linien vermutet. Offensichtlich nicht im Iran, das sagt er ja ausdrücklich, denn das bisschen Mit-Vernichtung-Drohen, Bombenbauen, Demonstranten-Foltern, das geht schon irgendwie alles klar, denkt er sich wohl.
Für genauso unbedenklich hält er wahrscheinlich die militärische Blockade ziviler Schifffahrtsrouten. Da würde wahrscheinlich ganz doll gelacht und gesungen, wenn mal ein Schiff vorbei will ohne Bordgeschütze. Irrerweise ist das aber gar nicht so, im Gegenteil: wenn den Propagandisten und Akteuren der Barbarei schon in den eigenen Landesgrenzen freie Hand gewährt wird, dann hört erst Recht bei der aktiven Bedrohung außerhalb dieser Grenzen die Geduld auf, denn das Regime in Teheran selbst ist eine rote Linie.
Die Antwort auf eine militärische Drohung kann niemals Appeasement sein, zumal angesichts der vollkommenen Rücksichtslosigkeit ebendiesen Regimes gegen die eigene Bevölkerung. Vielmehr gilt es, den Rest der Welt vor dieser Bedrohung zu schützen. Das ist dann kein »Muskelspiel«, sondern schlicht eine rationale Reaktion auf eine irrationale Gefahr. Stattdessen schlägt Carsten Luther uns vor (nein, nicht Sanktionen), mehr Gesprächsangebote an die Verbrecher zu senden, welche den Iran terrorisieren. Das ist einerseits zwar ziemlich zynisch, hat aber den Vorteil, dass die deutsche Wirtschaft weiterhin Überwachungstechnik und Autos in den Iran exportieren darf.
Davon hat dann jeder was. Außer den Menschen, die in die Fänge der Mullahs geraten.

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«In the very midst of Revolution»

Die HBO-Miniserien sind ja bekanntlich immer ein paar Abende wert. Das war bei Band of Brothers und The Pacific so, und auch John Adams kann ruhig in diese Reihe eingeordnet werden.
In der Serie wird das Leben eines der Mitbegründer der USA, John Adams, vom «Boston Massacre» 1770 bis zu dessen Tod am 4. Juli 1826 abgedeckt und damit die Gründungsphase der Vereinigten Staaten. Man sieht also einen Menschen, der einerseits britische Offiziere gegen den Lynchmob vor Gericht verteidigt, andererseits auf dem Zweiten Kontinentalkongress vehement für die Unabhängigkeit der amerikanischen Kolonien von der britischen Krone streitet. Damit ist er ein gewisser Gegenpart zum strahlenden Thomas Jefferson, der sich an ebenso prominenter Stelle für die Freiheit in den amerikanischen Kolonien engagierte, darüber hinaus auch für die Französische Revolution.
Die Beziehung der beiden schreit natürlich gradezu danach, dramaturgisch ausgeschlachtet zu werden. Denn ihre vielen Kämpfe miteinander spiegeln letztlich auch nur den Willen wider, die Menschen in eine freiere Welt zu entlassen. Als beide am 50. Unabhängigkeitstag hochbetagt starben, konnte man ihnen sicherlich kein Scheitern vorwerfen.
Wenn man sich also die historischen Ungenauigkeiten klarmacht, ist diese Miniserie genau das Richtige, um sich mindestens die Vorweihnachtszeit gebührend und menschenfrei um die Ohren zu schlagen.

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The Mountain from TSO Photography on Vimeo.

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Racism is stupid.

Ihr habt gehört, was der Panda gesagt hat!!

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Zecken und Blutsauger

Gemäß dem Schreiben müsse davon ausgegangen werden, dass „noch zwei weitere Briefbomben verschickt worden sein könnten“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung weiter. In dem Schreiben war demnach die Rede von drei geplanten Explosionen „gegen Banken, Bankiers, Zecken und Blutsauger“. Das LKA geht daher davon aus, dass noch zwei weitere Briefbomben verschickt worden sein könnten.
zeit.de

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Halle? Irgendwer?

Birte Hewera (Berlin):
Engagement und Desengagement.
Jean-Paul Sartre – Michel Foucault – Jean Améry

Di, 13.12.11, 18.30 Uhr, Melanchthonianum, Uniplatz

Jean Améry wurde im April 1945 von den Engländern aus Bergen-Belsen befreit. Nach zwei Jahren in verschiedenen Konzentrationslagern, darunter Auschwitz, stieß der Anhänger des Wiener Neopositivismus nun auf die Philosophie Jean-Paul Sartres.
In Auschwitz hatte Amérys Bezug zum Neopositivismus einen Bruch erfahren, da sich in diesem Denken die erlittene Wirklichkeit von Folter und KZ nicht wiederfinden ließ. Erst der Sartre’sche Existentialismus gab Améry die Möglichkeit, dieses Erlittene zu artikulieren, sein eigenes Handeln als moralisch zu bekräftigen, die Täter zu verurteilen und für sich selbst eine Zukunft jenseits des von den Nazis über ihn verhängten Urteils überhaupt zu denken.
Die „Tendenzwende“ – das Aufkommen des französischen Strukturalismus – stellte diese Errungenschaft jedoch wieder in Frage. Améry kritisierte den Strukturalismus, dem er Michel Foucault entgegen dessen Selbstbeschreibung ausdrücklich zuordnete, bereits sehr früh, lange schon, bevor dieser in Deutschland populär wurde. Er bezeichnete den Strukturalismus als „Philosophie jenseits des Menschen“, da der leibliche und leidende Mensch hier keinen Platz hatte, das Handeln als Akt freier Wahl negiert, sowie überhaupt von jeglicher Erfahrung abstrahiert wurde.
Schließlich ist es konstitutiv für das Denken Amérys, dass die gelebte Erfahrung – das „vécu“, den unhintergehbaren Referenzpunkt jeglicher Reflexion bildet. So polemisierte Améry auch gegen alle diejenigen, die die existenzielle Bedeutung des Staates Israels nicht sehen wollten. Denn das Bestehen dieses Staates, so Améry, sei nur vor dem Hintergrund der Katastrophe Auschwitz und der darin enthaltenen Möglichkeit eines zweiten Auschwitz zu sehen. Améry hatte sich selbst immer als der Linken zugehörig betrachtet. Die Ignoranz gegenüber der andauernden Bedrohung Israels und der zunehmende und nur schlecht als „Antizionismus“ verhüllte Antisemitismus ausgerechnet innerhalb der Linken ließen ihn jedoch schließlich an dieser Linken verzweifeln. Die Bezeichnung der arabischen Gewaltregime als progressiv, Israels hingegen als reaktionär, verweise auf eine „totale Verwirrung der Begriffe“, auf den „definitiven Verlust moralisch-politischer Maßstäbe“. Am Israel-Palästina-Konflikt schließlich habe die Linke sich neu zu definieren, insofern sie sich nicht selbst aufgeben und die Maßstäbe der Gerechtigkeit für den „Fetisch Revolution“ opfern will.

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elendes Gesindel

In der Frage des Antisemitismus habe ich wenig Lust, Erklärungen zu suchen, verspüre eine starke Neigung, mich meinen Affekten zu überlassen, und fühle mich in der ganzen unwissenschaftlichen Einstellung bestärkt, daß die Menschen so durchschnittlich und im großen ganzen doch elendes Gesindel sind.
— Sigmund Freud: Brief an Arnold Zweig 1927, in: Ernst L. Freud (Hg.): Sigmund Freud – Arnold Zweig Briefwechsel, Frankfurt am Main 1969, S. 11
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Zizek über Occupy Frankfurt

»Je weniger man von diesem Ort sieht, desto besser versteht man ihn. Der Sinn der Occupy-Bewegung liegt nicht darin, dass wir daran teilnehmen, sondern dass möglichst viele Leute von ihr erfahren.« Paradoxie à la Slavoj Žižek: Eine Illusion, die durchschaut ist, hat sich noch lange nicht erledigt – wir müssen uns trotzdem dazu verhalten. Die Leute müssen protestieren, damit ein Bewusstsein entsteht, aber eigentlich sind es, natürlich, die falschen Leute.
-zeit.de

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