Archiv für Juni 2010

Ferien.

Aufgrund des unerwartet einsetzenden Sommers habe ich mich dazu entschieden, in den Urlaub zu fahren. Dort ist es ruhig, sonnig und kurzweilig, vor allem aber sind Internetanschlüsse sehr fern, da die Smartphonepreise noch genug wegregulieren. Also kann ich auch dir, liebe_r Leser_in, nur empfehlen, ebenfalls Ferien zu machen, notfalls auf der Wiese um die Ecke. Ansonsten enthält dieser Blog hier schon fünf Seiten, die man vorwärts, rückwärts, oder aber auch kreuz und quer lesen kann. Genausogut kannst du dich auch durch die Empfehlungen klicken, die sind mindestens genauso lesenswert, wenn nicht noch ein bisschen mehr.

PS: »Fluchtpunkt 1941: Kontinuitäten der deutschen Geschichte« solltest du dir auch irgendwann durchlesen.

»Arbeit schafft Unordnung.«

Ein kleiner sympathischer Film, der auf lustige Weise aufzeigt, wie scheiße Lohnarbeit ist.

Schaut mehr Videos!

»THE BLACK HOLE«


Der Umgang mit schwarzen Löchern will gelernt sein.

Faszination Gegenständlichkeit

»ein wirksames Instrument im Kampf gegen die Fremdgruppe«

via

Gut und Böse

Den als links einzuordnenden Müncher Ultras der Schickeria ist heute aufgefallen, dass Profitstreben unangenehme Konsequenzen hat. Das drückt sich unter anderem darin aus, dass eine »Gang« um Sepp Blatter damit beschäftigt ist, mit der WM in Südafrika tatsächlich Geld zu verdienen.
Ob außerhalb dieser »Gang« noch jemand dazu gezwungen ist, Geld zu verdienen und zu vermehren, bleibt offen, wird aber implizit verneint. Ganz richtig kann das nicht sein, denn ohne die ätzende Suche nach Kohle kommt hier keine_r über die Runden, genauso wie es keine Organisationen gibt, die nicht den kapitalistischen Mechanismen unterworfen sind.

♫ »and I hope she‘ll call«

»The Average« von Breathe Electric [Electropop]

♫ »wo ist der Testpilot!«

»Sturzflug durch das Weltbild« von Das M [Synthpop]

»Technisch gesehen ist das Problem der Einsamkeit gelöst«

Angeregt durch den zweiten Beitrag von spiegelschrift zum Thema Drogenkonsum habe auch ich ein paar meiner Gedanken zu dem Thema geordnet.

Im ersten Artikel ging es um die falsche Vorstellung eines idealen Naturzustands, den zu verlassen sich der Mensch nicht anmaßen dürfe; beispielsweise durch den thematisierten Drogenkonsum. Hierzu merkte Besserscheitern an, dass Drogen vor allem die Filtermechanismen außer Kraft setzen, weshalb die unter Drogeneinfluss zu Tage tretenden Verhaltensweisen und Widersprüche nicht als unnatürlich abgetan werden dürften.

Daran anschließend veröffentlichte spiegelschrift den Beitrag, auf den ich mich grade beziehe. Dort wird aufgezeigt, wie »kollektive Ideale« eine Lösung der individuellen Probleme verstellen.

Diesem Druck aus dem Kollektiv stellte ich den Druck, den Personen sich selbst gegenüber aufbauen, zur Seite, und um diesen Punkt geht es jetzt hier.

Probleme bezeichne ich in diesem Zusammenhang als Widersprüche von Erwartungen. Konkret meint dies, dass verschiedene Ziele, die verfolgt werden, sich ausschließen, ob nun auf den ersten Blick oder unumstößlich. Diese Widersprüche können einerseits zwischen eigenen Bedürfnissen und den angesprochenen Idealen des Kollektivs bestehen, dem man angehören möchte; andererseits können diese Widersprüche auch ausschließlich die eigenen Bedürfnisse und Erwartungen betreffen.

Sie zu lösen oder wenigstens zu akzeptieren kann durchaus schwer fallen, zumal der Konflikt nur intern besteht. Um letzteres, mit den eigenen Widersprüchen zu leben, zu bewerkstelligen, ist Drogenkonsum eine durchaus naheliegende Methode — wenngleich sie ausschließlich temporär ist. Die diesem Verhalten innewohnende Schwäche sollte nicht negativ bewertet werden, da sie innerhalb der menschlichen Freiheit zur Weiterentwicklung liegt, wie spiegelschrift im ersten Beitrag schreibt. Diese These möchte ich darum erweitern, dass die menschliche Freiheit auch das Recht auf eigene Fehler umfasst.

Denn diese eigenen Fehler, aus denen man hinterher lernen muss, tragen die beschriebenen inneren Widersprüche nach außen, machen sie greifbar und bieten damit die Möglichkeit, sie zu verarbeiten und tatsächlich hinter sich zu lassen. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund des von spiegelschrift benannten Kollektivdrucks zu beachten.

Ist das Nicht-Akzeptieren von schlechter Laune bereits ein »ein anstrengendes Eindringen in den persönlichen Raum«, so besteht das kollektive Ideal aufgrund falsch verstandener Fürsorge oft auch darin, Probleme verbalisieren zu können. Dies ist dem Wunsch nach einem funktionierenden Kollektiv, das sich positiv auf die eigene Situation auswirkt, geschuldet. Besteht die Fähigkeit nicht, eigene Probleme verbalisieren zu können, baut sich sogleich das nächste Spannungsfeld auf.

Diese Spannung wird noch stärker, wenn sich die Erwartung des Kollektivs bis auf den persönlichen Raum erstreckt und diesen somit durchdringt. Wenn nämlich erwartet wird, Probleme wenigstens intern verbalisieren zu können, sich also den eigenen Bedürfnissen entsprechend zu verhalten, zu funktionieren und für andere greifbar zu sein, ist nämlich der persönliche Raum definitiv verletzt.

Unabhängig davon, ob die Erwartung, zu funktionieren, von innen oder von außen kommt, ist Drogenkonsum auch hier sehr naheliegend, um diese Funktionsuntüchtigkeit zu artikulieren. Denn wie eingangs erwähnt, kommt Drogen die Funktion zu, Filtermechanismen zu überwinden. Das bietet die Möglichkeit, innere Widersprüche nach außen zu tragen und sich auf diese Weise auch von ihnen zu lösen.

Hierbei ist aber natürlich auch zu beachten, dass die besagten Filtermechanismen durchaus eine Funktion haben. Einerseits erleichtern sie das Zusammenleben, andererseits geht es dort auch um körperliche und somit gesundheitliche Beschränkungen, über die man sich auch durch Drogen nicht endlos weit hinwegsetzen kann und die somit als eine Beschränkung der menschlichen Freiheit wirken.

Insofern kann es bei einer Diskussion um den Konsum von Drogen nicht um das Ob gehen. Vielmehr müssen Möglichkeiten der Problembewältigung im Vordergrund stehen. Ein unterstützendes Umfeld zeichnet sich hierbei dadurch aus, dass es grade nicht gegen bestimmte Entscheidungen oder Bedürfnisse arbeitet, sondern vielmehr persönliche Probleme akzeptiert und ihnen idealerweise einen Raum bietet, in dem sie betrachtet und gelöst werden können. Im Idealfall schließt sich an diesen Raum das ernsthafte Angebot an, Probleme oder Widersprüche verschiedenster Art gemeinsam aufzulösen.

In der Praxis wird sich dieser Raum — teils durch Drogenkonsum — oft einfach genommen. Wie man mit diesem Raum umgeht, ist der wohl eigentliche Streitpunkt, denn oft berührt er die persönlichen Räume von Nicht-Konsument_innen.

Gleichzeitig gibt man Drogenkonsument_innen durch die komplette Ablehnung von Drogen ein Totschlagargument an die Hand: denn beruft man sich auf den »schlechten« Charakter von Drogen, kann man ihnen alle seine Fehler und Verfehlungen zuschreiben, ohne sich mit ihnen beschäftigen zu müssen. An dieser Stelle beginnt das Spiel lediglich von vorne.

Friedlich und humanitär Juden lynchen


Viel besser lässt sich Motivation und Taktik der Terrorflotte wohl kaum zusammenfassen.

»Die eigene Entscheidung, Drogen zu nehmen«

Auf dem Blog spiegelschrift, den man schon unter den Empfehlungen findet, gibt es einen Beitrag, der meine Ansichten zum Thema Drogenkonsum ganz gut widerspiegelt.

Wen man essen sollte

»Was macht der Hund hier?«
— »Ich weiß es nicht.«
»Der nervt.«
— »Er macht doch gar nichts.«
»Ich mag aber keine Tiere, sie verunsichern mich.«
— »Und trotzdem isst du kein Fleisch?«
»Dich esse ich auch nicht.«
— »Touché.«

Am Fenster


via

»where does harmless end?«


Und wenn ihr für sowas ein Knie in die Fresse kriegt, guckt ihr noch blöder, oder was.

(via)

♫ »but I remember everything«

»Hurt« von Johnny Cash [Bluespop]

♫ TETRISZZSZZSZ!!1

TETRISZZSZZZZSZ!!!!!11