Archiv für Juni 2011

The American Dream

Vielleicht wäre ja ein Tumblr besser geeignet, dieses reproduzierende Zitate-Bloggen aufzunehmen, aber hier ist halt einfacher.

Tom Hanks: Der Film könnte sehr viel Aussagen machen über den amerikanischen Traum. Aber ich denke, der amerikanische Traum handelt nicht von Besitztümern, sondern von der Fähigkeit, sich in eine neue Richtung zu bewegen.
aus diesem Interview

Die Nazis sind die Underdogs

„Natürlich wusste ich, dass Heinrich Harrer deutscher Abstammung war – und zwar zu einer Zeit, in der die Deutschen wegen des Zweiten Weltkrieges weltweit als Buhmänner dastanden.
Aber wir Tibeter haben traditionsgemäß schon immer für die Underdogs Partei ergriffen und meinten auch, dass die Deutschen gegen Ende der vierziger Jahre von den Alliierten genügend bestraft und gedemütigt worden waren. Wir fanden, man sollte sie in Ruhe lassen und ihnen helfen.“
Der Dalai Lama, in einem Interview von 1997, auf die Frage, ob er von der Verstrickung seines Freundes Heinrich Harrer in das Naziregime gewusst habe. (SA seit 1933, später SS-Oberscharführer)
Zitiert nach Colin Goldner: Dalai Lama. Fall eines Gottkönigs.
Alibri, Aschaffenburg, 1999

via

»Der Sturm zieht vorbei — bevor es einer mitbekommt«


via

»Die Verbindung ändert die Perspektive«

»Sie hatten ganz recht. Jede Gegebenheit wird bedeutsam, wenn man sie mit einer anderen verbindet. Die Verbindung ändert die Perspektive. Sie bringt einen auf den Gedanken, dass alle Erscheinungen in der Welt, jede Stimme, jedes geschriebene oder gesprochene Wort nicht das bedeuten, was sie zu bedeuten scheinen, sondern von einem Geheimnis sprechen. Das Kriterium ist simpel: Man muss argwöhnen, immer nur argwöhnen. Geheime Botschaften kann man auch aus einem Einbahnstraßenschild herauslesen.«
Umberto Eco: Das Foucaultsche Pendel. S. 442

Die Arbeit

Die Arbeit ist hier wieder die Hauptsache, die Macht über den Individuen, und solange diese existiert, solange muß das Privateigentum existieren.
Marx und Engels, ›Deutsche Ideologie‹, in: MEW Bd. 3, S. 50
via

You stupid fascist pigs!

Wir kommen wieder


via

Die Kritik, die sich mit diesem Inhalt befaßt, ist die Kritik im Handgemenge, und im Handgemenge handelt es sich nicht darum, ob der Gegner ein edler, ebenbürtiger, ein interessanter Gegner ist, es handelt sich darum, ihn zu treffen. Es handelt sich darum, den Deutschen keinen Augenblick der Selbsttäuschung und der Resignation zu gönnen. Man muß den wirklichen Druck noch drückender machen, indem man ihm das Bewußtsein des Drucks hinzufügt, die Schmach noch schmachvoller, indem man sie publiziert. Man muß jede Sphäre der deutschen Gesellschaft als die partie honteuse der deutschen Gesellschaft schildern, man muß diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, daß man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!
Karl Marx, Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung, MEW 1, S.381.

via

Kollektivschuld

Kollektivschuld. Das ist natürlich blanker Unsinn, sofern es impliziert, die Gemeinschaft der Deutschen habe ein gemeinsames Bewusstsein, einen gemeinsamen Willen, eine gemeinsame Handlungsinitiative besessen und sei darin schuldhaft geworden. Es ist aber eine brauchbare Hypothese, wenn man nichts anderes darunter versteht als die objektiv manifest gewordene Summe individuellen Schuldverhaltens. Dann wird aus der Schuld jeweils einzelner Deutscher – Tatschuld, Unterlassungsschuld, Redeschuld, Schweigeschuld – die Gesamtschuld eines Volkes. Der Begriff der Kollektivschuld ist vor seiner Anwendung zu entmythisieren und zu entmystifizieren. So verliert er den dunklen, schicksalhaften Klang und wird zu dem, als das er allein nütze ist: zu einer vagen statistischen Aussage.
Jean Améry
via

»Quellen waren auch Soldaten auf Urlaub. Einer berichtete am 28. Oktober 1941, er habe in Polen gesehen, wie jüdische Männer und Frauen nackt vor eine Grube getrieben und auf Befehl der SS von hinten erschossen wurden. „Der Graben wurde dann zugeschaufelt. Aus den Gräben drangen oft noch Schreie!“«
via