die Weltmacht

Während Souveränität nicht von einem einzigen Staat verkörpet werden kann, sei er selbst hegemonial wie die USA nach dem Zweiten Weltkrieg, sondern immer von den Staaten in ihrem Verhältnis zueinander, weil sie nur so die Verwertung des Kapitals zu garantieren imstande ist, beansprucht der Gegensouverän absurderweise genau diese Singularität, in deren Namen er die Einheit einzelner Gewaltmonopole auflöst: im Nahen und Mittleren Osten durch den Glauben an die weltweite umma der Gläubigen, die im jihad den Staaten der Ungläubigen den Garaus macht; in Kerneuropa durch die kaum minder religiöse Vorstellung einer in Völkerrecht und Völkergemeinschaft fußenden Macht, die unmittelbar davor stehe, sich als ewiger Frieden zu installieren. Der eigene Wahn wird eben dadurch kaschiert, dass man den USA und dem Judentum unterschiebt, unrechtmäßig schon zu besitzen, was man selbst rechtmäßig beansprucht: die Weltmacht.
—Gerhard Scheit: Der Wahn vom Weltsouverän, S. 83

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1 Ansprache zu „die Weltmacht“


  1. 1 früher waren wir mal sowas wie freunde Juli (25) 2011 um 15 10´

    du bist einfach nur ein saudummes studentenschwein geworden. na hauptsache möchtegern-intellektuell daher quatschen. und nie natürlich israel vergessen. soviel politik gönnst du dir dann doch noch. wichser!

Schluss jetzt.