«In the very midst of Revolution»

Die HBO-Miniserien sind ja bekanntlich immer ein paar Abende wert. Das war bei Band of Brothers und The Pacific so, und auch John Adams kann ruhig in diese Reihe eingeordnet werden.
In der Serie wird das Leben eines der Mitbegründer der USA, John Adams, vom «Boston Massacre» 1770 bis zu dessen Tod am 4. Juli 1826 abgedeckt und damit die Gründungsphase der Vereinigten Staaten. Man sieht also einen Menschen, der einerseits britische Offiziere gegen den Lynchmob vor Gericht verteidigt, andererseits auf dem Zweiten Kontinentalkongress vehement für die Unabhängigkeit der amerikanischen Kolonien von der britischen Krone streitet. Damit ist er ein gewisser Gegenpart zum strahlenden Thomas Jefferson, der sich an ebenso prominenter Stelle für die Freiheit in den amerikanischen Kolonien engagierte, darüber hinaus auch für die Französische Revolution.
Die Beziehung der beiden schreit natürlich gradezu danach, dramaturgisch ausgeschlachtet zu werden. Denn ihre vielen Kämpfe miteinander spiegeln letztlich auch nur den Willen wider, die Menschen in eine freiere Welt zu entlassen. Als beide am 50. Unabhängigkeitstag hochbetagt starben, konnte man ihnen sicherlich kein Scheitern vorwerfen.
Wenn man sich also die historischen Ungenauigkeiten klarmacht, ist diese Miniserie genau das Richtige, um sich mindestens die Vorweihnachtszeit gebührend und menschenfrei um die Ohren zu schlagen.

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